Sichere und effiziente Snus-Produktion: Fiedler & Lundgren setzt auf Vakuumförderung

Veröffentlicht 15.04.2026
Fiedler & Lundgren setzt auf Vakuumförderung | Piab

Als Fiedler & Lundgren von Schneckenförderern auf eine automatisierte Vakuumförderungslösung von Piab umstellte, verbesserten sich sowohl die Produktivität als auch das Arbeitsumfeld. Lesen Sie, wie der Snus-Hersteller in Malmö zum Vorreiter innerhalb der BAT-Gruppe wurde.

Fiedler & Lundgren ist einer der bekanntesten Snus-Hersteller Schwedens. In seiner heutigen Form besteht das Unternehmen seit 2002, doch der Name steht für eine Tabaktradition, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht. Seit 2008 gehört Fiedler & Lundgren zur globalen BAT-Gruppe (British American Tobacco). Am modernen Standort in Malmö werden heute Portionsbeutel sowohl für traditionellen als auch für weißen Snus hergestellt, die unter Marken wie Lundgrens, Velo, Mocca und Granit vertrieben werden.

Mazlam Orhan ist Technical Support Specialist bei Fiedler & Lundgren. Er arbeitet eng mit der Produktion zusammen und ist für Innovationen sowie Verbesserungen an Maschinen und Anlagen verantwortlich. Seit seinem Eintritt in das Unternehmen im Jahr 2004 ist das Geschäft deutlich gewachsen:

Damals hatten wir etwa 20 Mitarbeiter. Heute arbeiten rund 300 Menschen in Schichten in der Produktion.

- sagt Mazlam.

Zu dieser Zeit setzte Fiedler & Lundgren ein kürzeres Förderband und Schneckenförderer ein, um das Produkt zu transportieren und zu dosieren – ergänzt durch manuelle Befüllung. Für kleinere Produktionsmengen war diese Lösung ausreichend, doch mit steigenden Volumina traten die Schwächen und Grenzen immer deutlicher zutage.

Die Herausforderung: Risiken für Gesundheit und Sicherheit und ineffiziente Produkthandhabung

Mazlam Orhan hebt drei Faktoren hervor, die ihn und seine Kollegen dazu brachten, nach Alternativen zu suchen:

1. Arbeitsumgebung

„Die Bediener mussten Leitern von fast drei Metern Höhe besteigen, um das Produkt einzufüllen. Da das System offen war, bestand zudem das Risiko, schädlichem Staub ausgesetzt zu sein.“

2. Sicherheit der Bedienung

Das Produkt konnte sich unter dem Förderband und den Rollen festsetzen. Außerdem konnten Schrauben brechen, was zu einer ungleichmäßigen Dosierung führte. Das wiederum verursachte ungeplante Stillstände – manchmal mehrfach am Tag – und große Produktverluste. So konnten wir die gewünschten Durchsätze einfach nicht erreichen.

3. Produktivität

Jedes Mal, wenn die Maschinen vor einem Sortenwechsel gereinigt werden mussten, mussten die Bediener alle Teile, die mit dem Produkt in Kontakt gekommen waren, zerlegen, reinigen, trockenstrahlen und wieder zusammenbauen. Das konnte bis zu einem halben Arbeitstag dauern. Für etwas, das mindestens einmal pro Woche erledigt werden muss, ist das viel zu viel verlorene Produktionszeit. Schließlich ist Zeit Geld.

Die Lösung: Vakuumförderung von Piab

Um diese Herausforderungen zu bewältigen, begann Fiedler & Lundgren nach alternativen Möglichkeiten für den Transport von Produkten in der Produktion zu suchen.

„Zunächst stellten wir uns eine besser konstruierte Version des Schraubenförderers vor. Es ist schwer, über den Tellerrand hinauszudenken, wenn man nicht weiß, welche Möglichkeiten es gibt. Wir waren zu diesem Zeitpunkt auch relativ neu in der Branche. Aber nach weiteren Recherchen wurde uns klar, dass Vakuumförderung eine Option sein könnte. Wir suchten nach potenziellen Lieferanten, wurden neugierig auf Piab und nahmen Kontakt auf", sagt Mazlam.

Der Proof of Concept gab letztlich den Ausschlag

ei einem persönlichen Besuch bei Fiedler & Lundgren wurden zunächst Ideen präsentiert und anschließend im Werk in Malmö Tests sowie ein Pilotprojekt mit den Vakuumförderern von Piab unter realen Produktionsbedingungen durchgeführt. Für Mazlam und seine Kollegen stand damit fest: Genau diese Lösung hatten sie gesucht.

Das Testen mit unseren eigenen Produkten und Maschinen war sehr wertvoll. Wir konnten Fragen stellen, Verbesserungen vorschlagen und gemeinsam mit Piab eine maßgeschneiderte Lösung für unser Unternehmen entwickeln.

Eine skalierbare Lösung, die mitwächst

Der Umstieg von offenen Systemen und manueller Befüllung auf die automatisierte und hygienische Produktförderung mit Piab erfolgte bei Fiedler & Lundgren im Jahr 2006. Seitdem sind die Produktionsmengen kontinuierlich gestiegen – und die Anlagen von Piab wurden Schritt für Schritt mit skaliert, um mit diesem Wachstum Schritt zu halten.

Wir begannen mit einem einzigen Ejektor, um sicherzustellen, dass es funktionieren würde. Heute haben wir etwa 50-60 Ejektoren mit Zyklonen in der Produktion,

sagt Mazlam.

Das Ergebnis: Sicherere, effizientere und profitablere Produktion

Wie wirkt sich der Transport von Produkten mit Piabs Vakuumtechnik auf den Alltag im Werk Malmö aus? Mazlam beschreibt große Vorteile sowohl für das Arbeitsumfeld als auch für die Produktivität.

Automatisierte Befüllung = besseres Arbeitsumfeld

Früher wurden Kippmulden eingesetzt, um das Produkt anzuheben und in die Maschinen zu kippen. Mit der Vakuumfördersystem-Lösung von Piab ist der Transport heute deutlich vereinfacht: Sie sorgt für einen gleichmäßigeren Produktfluss und reduziert den Bedarf an manueller Handhabung auf ein Minimum.

Bediener müssen nicht mehr auf Leitern steigen, was für ein viel sichereres Arbeitsumfeld sorgt

stellt Mazlam zufrieden fest. Und da das Produkt in Schläuchen transportiert wird, wird auch das Risiko verringert, dass sich schädlicher Staub in den Räumlichkeiten ausbreitet.

Effizientere Reinigung und Sortierung = weniger Ausfallzeiten

Da die gesamte Anlage nicht jedes Mal demontiert werden muss, ist die Reinigung zwischen den Produktwechseln viel effizienter geworden:

„Um die Rohrleitungen zu reinigen, reicht es aus, einen Schaumgummireiniger ein paar Mal durch die Förderleitung zu schicken. Der gesamte Vorgang hat sich von rund vier Stunden auf nur noch 20–30 Minuten verkürzt“, sagt Mazlam.

Piabs Design kommt außerdem mit weniger beweglichen Teilen aus. Das spart Zeit und verringert das Risiko von Fehlern, wenn die Anlage zerlegt und wieder zusammengebaut werden muss. Mit einer klaren, leicht verständlichen OPL (One Point Lesson) wird das Ganze für Mazlam fast so einfach wie das Zusammenbauen eines Lego-Sets.

Ich bin sicher, dass selbst ein 12-Jähriger die Ausrüstung beim ersten Versuch richtig zusammenbauen könnte.

Lebensmitteltaugliche Ausrüstung = weniger Abfall

Heute sind Ausfallzeiten und Verschüttungen in der Fabrik von Fiedler & Lundgren zur Seltenheit geworden. Und selbst wenn doch einmal etwas schiefgeht, muss das Produkt nur in Ausnahmefällen entsorgt werden. Der Grund: Sämtliche Komponenten der Piab-Anlagen sind für den Lebensmittelkontakt zugelassen, sodass selbst bei Berührung mit dem Produkt keine schädliche Verunreinigung entsteht.

„Früher mussten wir Produkt wegsaugen, das auf der Strecke geblieben war. Jetzt können wir es wieder in die Produktion zurückführen, was natürlich Geld spart", sagt Mazlam.

Die Zusammenarbeit hat einen Welleneffekt innerhalb der BAT-Gruppe ausgelöst

Mazlam zögert nicht, anderen Unternehmen den Einsatz von Vakuumförderung für die Produkthandhabung zu empfehlen – sowohl bei Snus als auch bei vielen anderen Produkten.

„Es ist eine schonende und effiziente Art, Produkte zu transportieren. Je trockener das Produkt, desto besser ist der Fluss, den man erhält", erklärt er.

Eine große Herausforderung bei Snus ist der hohe Feuchtigkeitsgehalt, durch den sich das Produkt leicht absetzt. Gerade hier war Piab ein unschätzbarer Partner in der kontinuierlichen Entwicklung neuer und besserer Lösungen, sagt Mazlam. Er hebt außerdem die fortlaufende Unterstützung hervor, die er und seine Kollegen vom Team von Piab erhalten.

Wir bekommen immer schnelle und kompetente Hilfe, wenn wir ein Ersatzteil benötigen oder andere Fragen haben.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Piab hat sich auf andere Teile von British American Tobacco ausgeweitet, zu dem Fiedler & Lundgrens seit 2008 gehört:

„Unter anderem haben wir Besuch von einer relativ neu eröffneten Fabrik in Ungarn erhalten, die von unserem Wissen und unserer Erfahrung gelernt hat. Es fühlt sich gut an, innerhalb der Gruppe als Pionier gesehen zu werden", schließt Mazlam.

Entdecken Sie die Vorteile der Vakuumförderung für die Lebensmittelproduktion

Sind Sie neugierig, wie eine Vakuumförderlösung von Piab die Sicherheit und Produktivität in Ihrem Betrieb steigern kann? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf – wir beraten Sie persönlich und zeigen Ihnen, welche Möglichkeiten sich für Sie eröffnen.

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