Wählen Sie Ihre Sprache

Schließen

Wir verwenden Cookies, damit Sie unsere Website optimal aufrufen können.
Wenn Sie keine Änderung der Einstellungen vornehmen, gehen wir davon aus, dass Sie damit einverstanden sind, alle Cookies auf der piab.com Website zu erhalten.
Lesen Sie mehr


Evangelista Torrecelli

Zurück zu den Wurzeln

Datum 15.04.2016

Wenn ich Leuten erzähle, dass ich mit Vakuum arbeite, finden das manche sehr lustig. „Dein Job ist es also, ‚Nichts‘ zu erschaffen,“ ist eine häufige Reaktion. Ich habe mich gefragt, ob es wohl eine treffendere Reaktion darauf gäbe, und fing an, der Sache mehr auf den Grund zu gehen. Fangen wir also ganz von vorne an.

Laut Wikipedia ist das Vakuum „die Abwesenheit von Materie“. In anderen Definitionen heißt es, ein Vakuum entsteht, wenn der Druck so niedrig ist, dass keines der Partikel in einem Raum die dort stattfindenden Prozesse beeinflusst. In der angewandten Physik und Technik ist es andererseits aber vielleicht hilfreicher, das Vakuum als Unterdruck zu betrachten, da es sich dabei um die Kraft handelt, die zum Ausführen von Arbeit genutzt werden kann.

Das erste vom Menschen erzeugte Vakuum wird für gewöhnlich Evangelista Torricelli zugeschrieben. Er füllte im Jahr 1643 ein Glasröhrchen mit Quecksilber und stellte es verkehrt herum in einer Quecksilberschale. Ein Teil des Quecksilbers blieb durch das Gewicht des umgebenden Atmosphärendrucks im Röhrchen stehen. Torricelli hatte das Barometer erfunden. Zusammen mit der Quecksilbersäule in Millimeter oder Zoll (mmHg oder inHg) wird Torricelli (Torr) noch immer als Maßeinheit sowohl für Vakuum als auch für Druck verwendet.

Es dauerte noch bis ins 20. Jahrhundert, bis das Vakuum mit der Einführung der Glühlampe ein wertvolles Werkzeug der Industrie wurde. Seither sind die Einsatzmöglichkeiten von Vakuum in die Höhe geschnellt.

Und wie sieht es bei Piab aus? Wir verwenden Druckluft zur Erzeugung von Vakuum. Ist das nicht widersprüchlich? Hochdruck zur Erzeugung der „Abwesenheit von Materie“ zu verwenden? Das führt mich zum Bernoulli-Prinzip, gemäß dem sich die Geschwindigkeit einer Flüssigkeit gleichzeitig mit dem Abfall des Drucks erhöht. Genau das passiert, wenn man sich duscht und der Duschvorhang nicht mehr gerade herunter hängt, sondern sich auf den Wasserstrahl in der Dusche hin bewegt.  Oder betrachten wir einen stark fließenden Wasserstrom. Hier wird automatisch Wasser von den seitlichen Strömen abgezogen und ein Fluss von den seitlichen Strömen zum stark fließenden Hauptstrom hin erzeugt.

Mithilfe dieser Analogien kann man leichter erklären, was ein Vakuum ist und wie man das Vakuum im täglichen Geschäft anwenden kann... UND wie Piab Duckluft verwendet, wenn diese durch eine sehr kleine Kartusche mit Öffnungen an der Seite hindurch gepresst und gleichzeitig automatisch Außenluft aus der Umgebung eingesaugt wird, um schließlich ein Vakuum zu erzeugen. Faszinierend, nicht wahr?

Mehr darüber erfahren Sie in unserem White paper:

Häla El Sheemy Washbrook
Vice President Marketing & Communication
Tel. +46 8 630 25 00
  Gemeinsam nutzen

Piab AB © 2017 Rechtlicher Hinweis

Folgen Sie uns

Kontaktieren Sie uns